Unsere gesundheitspolitische Forderung

„Ein Weg entsteht, wenn man ihn geht.“
(aus dem Chinesischen)

 

Wussten Sie, dass allein in Deutschland 15 Millionen Menschen unter arthrotischen Gelenken leiden? Dass 50 Millionen Fehltage durch Arbeitsunfähigkeit und 25 Prozent vorzeitige Verrentung die Folge sind? Und es gibt einen bedenklichen Trend: Immer früher und häufiger werden Gelenkprothesen eingesetzt. Etwa 375.000 Knie- und Hüftgelenksoperationen werden pro Jahr ausgeführt, Tendenz steigend. Astronomische Kosten belasten die Versicherungsträger – und wieder werden die Versicherten zur Kasse gebeten. Das „Milliardengeschäft mit Knie und Hüfte“ ist längst auch in der Medienberichterstattung angekommen. 1

Immer mehr verantwortungsbewusste Fachärzte melden sich zu Wort. So zum Beispiel der Wirbelsäulenspezialist Dr. Martin Marianowicz aus München. Sein Fazit: „Die tägliche Praxis ist schockierend. 300.000 Rücken werden jährlich in Deutschland operiert, pro Kopf dreimal so viel wie in England, doppelt so viel wie in Frankreich.“ Und weiter: „40 bis 45 Prozent der Operationen bringen nicht den gewünschten Erfolg. Deshalb müssen wir umdenken.“ 2

Aus diesem Dilemma schien es bisher keinen Ausweg zu geben. Die Kosten steigen, der Patient zahlt. Dabei gibt es seit Jahrzehnten eine Behandlungsalternative, die – wenn sie weiter erforscht und anerkannt wird – aus der Misere helfen könnte. In der Tiermedizin wird sie in Deutschland bereits seit 1993 mit, wie uns von Tierärzten berichtet wird, überragenden Ergebnissen routinemäßg an Hunden 3 und Pferden angewandt. In Dänemark wurde sie nach den uns vorliegenden Zahlen an mindestens 9.000 Menschen angewendet, die

Goldimplantation.

Warum, so fragen wir uns, wird die Goldimplantation nicht häufiger am Menschen angewandt? Wie kann es sein, dass Tiere an dieser Stelle besser versorgt sind als Menschen?

Die langjährige Erfahrung in Deutschland bei Hunden und Pferden zeigt, dass diese nach einer Goldimplantation in den meisten Fällen wieder schmerzfrei laufen können, sobald sie aus der Narkose erwacht sind – und zwar ein Leben lang. Tierarzt Ralf Schweda erklärt das Prinzip der Goldimplantation an einem Hund in diesem Video. Auch wir wurden durch Tierärzte auf diese Methode aufmerksam.

Unser Ziel ist, dass die Goldimplantation zur Behandlung degenerativer Gelenkerkrankungen in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufgenommen wird.

Jeder Arzt muss zudem unabhängig von wirtschaftlichen Interessen frei entscheiden können, welche Therapie für seine Patienten indiziert ist.

 

Goldimplantation als Zusatztherapie bringt Vorteile für Jung und Alt

Wir möchten erreichen, dass Ärzte, insbesondere Orthopäden und orthopädische Kliniken, die Möglichkeit erhalten, ihren Patienten die Goldimplantation als Zusatztherapie anzubieten. Akupunkturkenntnisse und allgemeine Kenntnisse des Arztes auf dem Gebiet der Schmerztherapie können nach unseren Beobachtungen hilfreich sein, sind jedoch nicht zwingend erforderlich.

Sowohl für jüngere als auch für ältere Patienten und bei Risikopatienten könnte die Goldimplantation von großem Vorteil sein. Wenn beispielsweise bei Jüngeren nach ärztlichem Befund ein operativer Eingriff eventuell um Jahrzehnte aufgeschoben oder sogar überflüssig werden könnte, wäre viel gewonnen. Es sind auch Fälle denkbar, bei denen Ärzte nach Abwägung aller Vor- und Nachteile bei Älteren und Risikopatienten unter Umständen von einer belastenden Operation absehen und stattdessen für eine Goldimplantation votieren. Sollte in der Folgezeit dennoch eine Gelenkprothese unausweichlich sein, so ist eine vorangegangene Goldimplantation hierfür kein Hindernis.

 

Hinter jedem Patienten steht ein Schicksal

Das Team Ackermann hat sich zur Aufgabe gestellt, dem Gelenkersatz eine nach bisherigen Erfahrungen nahezu risikofreie und unkomplizierte Behandlungsmethode zur Seite zu stellen. Wir möchten Millionen Gelenkerkrankte über diese Möglichkeit informieren. Es soll ihnen möglich sein, im Rahmen eines differenzierten Behandlungskonzepts im Einzelfall zwischen allen zur Verfügung stehenden Therapien abzuwägen und, so ist unser Wunsch für die Zukunft, die Goldimplantation auch als Kassenleistung in Anspruch zu nehmen.

Es geht uns nicht darum, den grundsätzlichen Nutzen künstlicher Gelenke infrage zu stellen. Je nach individuellem Befund können sie Patientinnen und Patienten sehr helfen. Doch darf angesichts defizitärer Kassen bei den Versicherungsträgern nicht übersehen werden, dass in zunehmendem Maße auch kritische Stimmen aus der Ärzteschaft warnen. Auf dem Chirurgenkongress 2010 sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie, Dr. med. Reiner Fradinger: „Wir leiden unter einer zunehmenden Kommerzialisierung der Medizin. Das heißt, es werden unnötige Eingriffe vorgenommen, weil sie Kliniken und auch Praxen Geld bringen.“ Und weiter: „... die zunehmende Ausrichtung am Gewinn statt am Nutzen für den Patienten ist eines der wichtigsten Themen beim Chirurgenkongress in Berlin.“ 4

Die gespannte Kassenlage der Krankenkassen zwingt zum Umdenken. Daher suchen wir Verantwortliche und Unterstützer. Wir benötigen einen breiten Konsens in der Ärzteschaft, damit die Goldimplantation zum Nutzen aller angewandt werden kann.

Hinter jedem Patienten steht ein Schicksal: Starke Schmerzen bis hin zur Bewegungseinschränkung, woraus nicht selten familiäre Probleme, Arbeitsunfähigkeit sowie soziale Ausgliederung resultieren. Hierfür tragen alle im Gesundheitswesen Tätigen eine Mitverantwortung. Die Barmer GEK prophezeit, dass schon bald alle 60- bis 65-Jährigen ein neues Knie oder eine neue Hüfte haben werden. „Man müsse die Frage stellen, ob Ärzte nicht zu schnell operierten“, mahnt der Vizechef der Barmer GEK, Rolf-Ulrich Schlenker. 5

 

Kostenersparnis von 300 Millionen Euro im Jahr

Ein Gedankenexperiment: Wenn nur 10 Prozent aller Knie- und Hüftgelenksoperationen durch Goldimplantation ersetzt werden, ergäbe das bei vorsichtiger Einschätzung eine Kostenersparnis von 300 Millionen Euro im Jahr! Würden noch weitere Gelenke in die Berechnung einbezogen, liegt durchaus nahe, dass die Kostenersparnis in die Milliarden geht!

Weder die Krankenkassen noch der Staat können sich auf Dauer eine ausufernde Kostenpolitik leisten.

Doch das Wichtigste: Falls die Goldimplantation als Therapieergänzung von einem großen Teil der Ärzteschaft anerkannt werden würde, dann könnte jüngeren Menschen in vielen Fällen unkompliziert geholfen werden, und älteren Menschen könnte möglicherweise die Angst vor Komplikationen und Rückfällen genommen werden. Bedenken wir auch: Die meisten orthopädischen Kliniken und Praxen sind hoffnungslos überlastet, wodurch Ärzten und dem Pflegepersonal unzumutbare Überstunden aufgebürdet werden. Die Goldimplantation könnte auch hier durch Einsparung von Vor- und Nachbehandlung sowie eine stark dezimierte Schmerzbehandlung kostbare Arbeitszeit gewinnen. Diese käme in Form einer qualitativ angemessenen Behandlung dem Patienten zugute.

Die Endoprothetik ist nicht in allen Fällen das Mittel der Wahl. Es gibt Ergänzungen und, je nach Befundlage, Alternativen!

 

Endoprothetik im Vergleich zur Goldimplantation

Mit der nachfolgenden Tabelle wollen wir nicht die Aussage treffen, dass die Goldimplantation die Endoprothetik vollständig oder in jedem Fall ersetzen könnte. Ebenfalls wird hiermit nicht behauptet, dass die therapeutische Wirksamkeit der Goldimplantation bereits umfassend nachgewiesen wäre.

Auf die uns berichteten Erfahrungen von Patienten und eine erste Studie über die Wirksamkeit der Goldimplantation an der Halswirbelsäule weisen wir hier noch einmal hin. Die nachfolgende Aufstellung betrachtet die Frage: Welche Vorteile sind für große Teile der Bevölkerung möglicherweise im Vergleich zu erwarten, wenn es in ärztlicherseits begründeten Fällen gelingt, die endoprothetische Versorgung durch Goldimplantationen zu ersetzen?

Diese Betrachtung beinhaltet kein Heilversprechen im Einzelfall, denn die Prognose für jeden Patienten kann immer nur ein individuell behandelnder Arzt abgeben.


 

  Endoprothetik Goldimplantation
Haltbarkeit

12–15 (20) Jahre

keine vorliegenden Daten

Rehamaßnahmen

40 % Anteil an allen Rehabilitationen

erfahrungsgemäß bisher keine notwendig

Komplikationen

10–30 % erfahrungsgemäß bisher keine bekannt *

Infektionen

500.000 pro Jahr erfahrungsgemäß bisher keine bekannt *
Kosten

3,5 Milliarden pro Jahr
ca. 10.000 Euro pro Endoprothese inkl. Reha;
Nachfolge-OP's nicht eingerechnet

Ein Bruchteil der Kosten verglichen mit der Endoprothetik, abhängig von der Anzahl der behandelten Gelenke
Zeitaufwand nach der Operation

1–2 Wochen Krankenhaus
3 Wochen Reha
4 Wochen Gehstützen
10–12 Wochen Arbeitsunfähigkeit (geschätzt)

Krankenhaus/Reha: entfällt gemäß bisherigen Erfahrungen;
Arbeitsunfähigkeit: lediglich 1–2 Tage

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

* Dass bisher über keine Komplikationen und Infektionen bei Goldimplantationen berichtet wurde, schließt nicht aus, dass diese theoretisch möglich wären.

 

Kampagne – bundesweit

Mit unseren Aktionen möchten wir der Goldimplantation für Menschen zu einem breiteren Bekanntheitsgrad verhelfen. Dazu gehen wir einen ungewöhnlichen Weg. Ohne unseren Vorstoß wäre die Goldimplantation weder über das Ausland noch über die etablierte Tiermedizin in das Bewusstsein der Humanmedizin in Deutschland vorgedrungen. Daher ergeht unser Aufruf nicht nur an die behandelnden Ärzte und an die Entscheidungsgremien: Wir richten uns mit den Aktionen gleichzeitig an alle durch Arthrose und Gelenkbeschwerden leidenden Patientinnen und Patienten.

Wir geben den Anstoß dafür, dass

  • Ärztinnen und Ärzte ihr Therapiespektrum für Gelenkerkrankte um eine erfolgreiche, risikoarme und kostengünstige Zusatztherapie erweitern und

  • Gremienmitglieder ihre Kontakte innerhalb des Gesundheitssystems nutzen, um weitere Studien auf den Weg zu bringen und Geldgeber für die Studien zu finden.

Diese Arbeit leisten wir ehrenamtlich und ohne finanzielle Interessen.

Deutschland hat ein sehr verzweigtes und vernetztes Gesundheitssystem. Jede Krankenkasse, jedes Krankenhaus, jede ärztliche Institution hat ihre speziellen Bevollmächtigten in Verbänden und Gremien. Es liegt nun an den Verantwortlichen, gemäß der Verfahrensordnung des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) selbst tätig zu werden, damit Millionen von Gelenkerkrankten risikolos und kostengünstig geholfen werden kann.

Bevor ein neues Medikament oder eine neue medizinische Alternativtherapie in den „Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung“ aufgenommen werden, muss ihr Nutzen mit Studien belegt werden. Da Privatpersonen in unserer von Paragrafen durchsetzten Bürokratie keine Chance haben, einen Antrag auf eine zusätzliche Alternativmedizin zu stellen – auch wenn diese längst tausendfach an Mensch und Tier erprobt ist –, haben wir 2010 einen Antrag zur Anerkennung der Goldimplanation beim Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und beim Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) gestellt. Aufgrund der Hinweise auf die noch unzureichende Studienlage zogen wir diesen zunächst zurück und arbeiten darauf hin, ihn in mittelfristiger Zukunft erneut zu stellen, sobald die notwendigen Großstudien vorliegen.

Mit dieser Kampagne ist sichergestellt, dass alle im Gesundheitswesen Verantwortlichen über die Millionenersparnis informiert und zum Handeln aufgefordert sind.

Viele Argumente sprechen für die Goldimplantation. Informieren Sie sich auf unseren Seiten. Sehen Sie sich die Videos an und lesen Sie die Hintergrundinformationen. Beteiligen Sie sich an der Kampagne!

 

Wie können Sie als Patient diese Methode bekannter machen?

Fragen Sie bei Ihren behandelnden Ärzten nach der Goldimplantation. Fragen Sie Ihren Orthopäden, ob er die Goldimplantation durchführen kann. Machen Sie die Ärzte mit der Goldimplantation bekannt. Fragen Sie Ihre Krankenkasse nach Unterstützung für die Goldimplantation. Machen Sie sich kundig und verweisen Sie bei allen Nachfragen auf die umfangreichen Informationen auf dieser Website – hier finden Sie weitere Argumente, Anwendungen der Methode und vieles mehr.

Tun Sie es für sich selbst, für Ihre Verwandten und Bekannten und nicht zuletzt für Ihre Krankenversicherungen, denn wer zahlt, sind Sie – wir alle!

 

Appell an alle verantwortlichen Ärzte

Statistiken operieren mit bloßen Zahlen. Sie drücken nicht die Schmerzen, die Verzweiflung und oft auch die Ausweglosigkeit aus, die sich hinter den kalten Zahlen verbergen.

Helfen Sie mit: Geben Sie Ihren Patienten im Rahmen des Machbaren und Vertretbaren eine medizinische Alternative, die sich tausendfach an Mensch und Tier bewährt hat! Sie können sich das notwendige Know-how aneignen. Falls Sie daran Interesse haben, sprechen Sie uns bitte an.

Machen Sie Ihren Einfluss geltend, um die notwendigen Studien zu unterstützen. Beziehen Sie auch Ihre Kassenärztliche Vereinigung mit ein, damit der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) der Methodenbewertung zustimmen kann.

 

Wie können Sie als Klinikleitung helfen?

Beteiligen Sie sich an Studien, die für die Anerkennung der Goldimplanatation notwendig sind. Sprechen Sie uns an!

 

Was können Sie als Politiker tun?

Bringen Sie die Goldimplantation ins Gespräch in Gremien und Ausschüssen. Ebnen Sie dieser Methode den Weg in unser Gesundheitssystem.

Helfen Sie mit, Anderen zu helfen! Wir danken Ihnen.

 

Ihr
Team Ackermann


 

1 Vgl. „Das Milliardengeschäft mit Knie und Hüfte – Krankenkasse beklagt hohe Kosten durch die starke Zunahme von Prothesen/Häufige Nachoperationen" von Gabi Stief in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 28.07.2010